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Luchs

Der Luchs ist etwa so groß wie ein Reh oder Schäferhund. Ein typisches Merkmal für den Luchs sind die Pinselohren, die vermutlich für die Verständigung zwischen Luchsen bedeutsam sind.


Früher war der Luchs auch bei uns in allen Wäldern zu Hause. Doch dann wurde er das Opfer unerbittlicher Verfolgung und war Mitte des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa ausgerottet. Aus Hessen wurde der letzte wildlebende Luchs 1833 gemeldet.

Der Luchs hat aber im Osten Europas überlebt und langsam kehrt er zurück in seine ehemalige Heimat. Auch aus Hessen liegen seit Mitte der 1980er Jahre Beobachtungen vor und es werden immer mehr. Ob es sich bei den beobachteten Tieren um ausgesetzte Luchse oder um eine selbständige Einwanderung aus dem Osten handelt ist unklar.

Je nach Nahrungsangebot durchstreift ein erwachsener Luchs ein sehr großes Revier, das oft deutlich mehr als 100 Quadratkilometer (das sind 10 x 10 km) umfasst. Seine Hauptbeute in unserer Landschaft sind Rehe, die er meist in der Dämmerung und nachts jagt. Nach Katzenart pirscht er sich leise an seine Beute heran und überwältigt sie nach einem kurzen Spurt.


Luchse werden ungefähr 10 bis 12 Jahre alt. Aus Gefangenschaft sind sogar Tiere bekannt, die über 20 Jahre alt geworden sind.


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