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Vorschläge zu Exkursionen

Tonböden (Pelosol)

Pelosole sind im Raum Kassel vor allem dort anzutreffen, wo die rot gefärbten Tone und Tonsteine des Oberen Buntsandsteins ("Röt") den Untergrund bilden. Dies ist vor allem in den Räumen Hofgeismar und Zierenberg der Fall. Auch Laien fallen dort im Herbst oder Frühjahr oft die deutlich rot gefärbten Bodenoberflächen auf, wobei freilich die rote Farbe nur ein zufälliges, lokal anzutreffendes Merkmal ist. Das wichtige Merkmal ist vielmehr die auffallende Polyeder- und Riss-Struktur.

Diese Böden sind allerdings nur sehr selten dauerhaft und gut sichtbar aufgeschlossen. Daher können die Besonderheiten der Pelosole nur selten demonstriert werden.

Karte 7Ein derzeit gelegentlich (leider nicht ständig) zugängliches Bodenprofil befindet sich auf dem Gelände der Staatsdomäne Frankenhausen (Versuchsgut der Universität Kassel), und zwar an dem öffentlich zugänglichen Feldweg, der vom Gut in südsüdöstlicher Richtung über
die Felder zur Landstraße nach Hohenkirchen führt. Nur 500 m vom Gut entfernt, auf der ersten Anhöhe, neben einem großen Haufen von Lesesteinen (Tertiärquarzite!), befindet sich - zeitweilig geöffnet
- eine etwa 1 m hohe Profilwand, die einen Pelosol (mit seiner im
oberen Profilteil ausgeprägten Polyederstruktur) sichtbar werden
lässt. Allerdings ist dieser Pelosol nicht aus den im Raum Kassel im allgemeinen üblichen roten Tonen des Oberen Buntsandsteins,
sondern aus heller gefärbten Tonen des Tertiärs entstanden.

Koordinaten
Hoch: 5697086, Rechts: 3531236

Hingegen sind die ebenfalls oft rötlich gefärbten Böden im Reinhardswald nicht den Pelosolen, sondern den braunerdeartigen Böden aus Sandsteinschutt (s.u.) zuzurechnen.